Tathagata Tantra … ways of awakening… möchte dich auf dem Weg deines Erwachens begleiten.
Im Tathagata Tantra geht es um die Erlangung individueller Erkenntnis, Weisheit und Klarheit, Zielgerichtetheit und Selbstverantwortung eines jeden Menschen auf dem Weg durch sein Leben. Es geht um die Schaffung von Möglichkeiten, diesen deinen Weg zu finden und gehen zu können. Im Tantra heißt es: „Was hier ist, ist Wirklichkeit, was nicht hier ist, ist Nirgendwo.“ Du kannst einen Erkenntnisweg gehen um zu erkennen, was an dir und anderen göttlich und verehrenswert ist, welche Aufgaben du in deinem Leben hast, wie du Gestalter deiner Realität sein kannst. Tathagata Tantra möchte dich auf eine bunte und vielfältige Weise durch dein Leben begleiten. Die Angebote sind an die heutige Lebensart und -weise angepasst, daher lebbar und umsetzbar.
Der Weg von Tathagata Tantra
Erkenne dich und halte keinen noch so kleinsten Teil geheim.
Gehe umher und erkenne das wahre Sein aller Dinge. Das Gute befördere, das Schlechte beurteile nicht.
Füttere deine Dämonen, damit du sie zähmen kannst.
Sieh dich und erkenne das Schöne in dir. Verehre dich und verneige dich vor dir. Dann sieh den anderen und erkenne das Schöne in ihm. Verehre ihn, verneige dich vor ihm und wirf dich ganz zu seinen Füßen.
Vereinige dich lustvoll mit Lingam und Yoni, labe deine Seele anhaltend am süßen Sein. Dann lasse alles los und steige die leuchtende Spirale der Kundalini empor, bis du Teil der kosmischen Energie und Liebe bist.
Einleitung
Ich berufe mich auf keinen Guru, Meister, Avatar, auch wenn sie an meiner Seite waren oder sind. Auf keine tantrische Schule, auch auf keine –die einzig selig machende– tantrische Lehre. Ich habe von verschiedenen tantrischen Lehrern gelernt, von verschiedenen Meistern erfahren und in selbst Er- und Durchlebtem meine Erkenntnis gebildet. Ich bin auch in diesem Leben auf meinem Weg zum Erwachen. Du kannst mir und dem, was mich Tantra lehrte begegnen.
Alles was ich lehre, lernte und lerne, ist ein Teil meiner Erkenntnis und meines Erwachens. Ich darf dich herzlich willkommen heißen in meinem Leben. Ich bin gerne auch ein Aspekt auf deinem Weg des Erwachens, sollten wir uns begegnen. Ich fühle mich beschenkt, mit jedem Wesen das mir begegnen darf. Für mich ist Tantra ein –sicherlich außergewöhnlicher– Gottesdienst, ein ganz praktischer und realitätsnaher, und zutiefst spiritueller Gottesdienst an meiner, deiner und der kosmischen Göttlichkeit, die uns letztendlich alle miteinander verbindet und deren Teil wir sind.
So ist Tathagata Tantra keine weitere der vielen fundamentalistischen und ideologischen tantrischen Lehren. Mit Tathagata Tantra möchte ich Aspekte auswählen, welche ich für die heutige Zeit als lebensbejahend und unterstützend erkannt habe, denn wir als Tathagata Team möchten dir dienen und dich auf dem Weg deines Erwachens begleiten. Obwohl ich mich seit vielen Jahren exzessiv dem tantrischen Erkennen und Tun verschrieben habe, ist mir sehr bewusst, dass auch ich nur eine Frau und edelgeborene Shakti auf meinem eigenen Weg zur Erleuchtung bin. Ich bin durchaus von dem Tantrameister Andro geprägt, der mich viele Jahre lehrte, mich liebte und mit mir arbeitete, mich also begleitete.
Tantra sagt uns jedoch, dass jeder Mensch auf seinem eigenen Weg durch seine Leben ist. Das heißt, dass ich und du, jedes einzelne Wesen, für sich speziell und einzigartig erkennen und erfahren, also lernen muss. Das könnte einen einsamen Aspekt aufkommen lassen.
Es verlangt Konsequenz, Klarheit, Zielgerichtetheit, Mut, Einsatz und Durchhaltevermögen. Deinen Weg des Erwachens zu gehen, ist etwas sehr Kraftvolles, manchmal auch Zerstörerisches, aber als Essenz bildet es nach diesem Kampf tief in dir Achtsamkeit, Respekt, Demut, Verehrung, Wärme und Liebe zu allem Sein.
Ich habe keinerlei Anspruch „Das Tantra“ zu vertreten. Vielmehr meiner eigenen, sich ständig verändernden und erweiternden Erkenntnis entsprechend das zu lehren, was ich selbst erkannt habe. Also tantrische Aspekte, Essenzen meiner Erkenntnis, welche mit Leben zu füllen und vollständig zu ergründen, schon erschöpflich für ein Leben erscheinen könnten. Ich denke, dass eine Fokussierung und Spezialisierung in unserer Zeit helfen kann, gezielten Halt und Orientierung zu geben. So kann Tathagata Tantra ein Aspekt sein, der dir hilfreich und dienlich ist.
Für mich ist Tantra ein absichtlicher, zielgerichteter und bewusster Erkenntnisweg. Er fordert –auf fast schon brutale Weise– das Einlassen und Überwinden. Dieser Weg bringt dich in unvorstellbare Welten, körperlich, emotional, spirituell. Er bringt dich sehenden Auges an deine Abgründe. So ist unfassbares Staunen und eine unvorstellbare Glückseligkeit, tiefe spirituelle Berührtheit und göttliche Erkenntnis gleichzeitig vereint mit der uns umgebenden und in uns waltenden Zerstörung, der puren Verzweiflung des Erblickten und dem tiefen Entsetzen deiner Abgründe und Unzulänglichkeiten. Alles ist eins, alles ist Deins, ohne Bewertung. Dies ungeschminkte und unverdeckte Erkennen und Erleben hat Folgen. Es kann dich vernichten oder aber reifen lassen und dich deinem Erwachen und deiner Erleuchtung näher bringen.
Wie tief willst du in das tantrische Mysterium eintauchen?
Und wenn deine Antwort „Ganz“ ist, sei dir bewusst, dass dir die Unzulänglichkeit deiner geistigen, spirituellen und körperlich-irdischen Existenz eine ärgerliche Grenze setzen wird. Wir können in unserer Begrenztheit mit aller Kraft, Willen, Mut und höchst möglichem Einsatz, in diesem Leben nur ein paar wenige Aspekte des Ganzen erforschen. Je tiefer ich selbst in das Mysterium einsteige, desto bewusster bin ich mir der schieren Endlosigkeit dieses Weges. Allumfassend zu „sehen“, unbegrenzt zu erkennen, vorbehaltlos und frei von Bewertung kosmisch zeit- und grenzenlos zu lieben, obliegt –so befürchte ich– dem erflehten Zustand der Erleuchtung.
Tantra wird oft als unverbindlich dargestellt und es wird sich gerne unter tantrischem Label hinter Unverbindlichkeit, Unverantwortlichkeit und Bindungsunwillen für die Menschen in unserem Leben, versteckt. Das sehe ich anders, Tantra ist anders. Tantra ist gerade deshalb sehr verbindlich, weil im Sinne der uns verbindenden kosmischen Energie, wir alle ein Teil des Ganzen sind. Es stellt uns damit in Verantwortung für die gesamte kosmische Energie und allem und jedem, der daran Anteil hat. Wenn ich Mit-Verantwortung habe für alle Wesen in der kosmischen Energie, dann trage ich mit Unverbindlichkeit und Bindungslosigkeit nicht zu deren Erhalt, sondern mehr zu deren Schädigung bei. So ist Tantra für mich verbindlich (wenn auch nicht monogam), absichtlich und zielgerichtet, d.h. bewusst. Die tantrische Geilheit, Offenheit, Direktheit, freie, d.h. verantwortliche Tabulosigkeit, sind Hilfsbrücken auf deren unebenen Weg.
Tantra heißt auch „weben“. Wenn wir weben, dann schaffen wir Verbindungen. In uns Selbst, mit unserem Selbst und allem, was uns auf den vielen Ebenen ausmacht: Innenwelt, Außenwelt, Spiritualität, Göttlichkeit, Energetisch. Aber auch mit den anderen Menschen in unserem Leben und um uns herum, also mit der gesamten Menscheit, den Lebewesen, die mit uns unsere Welt bevölkern. Mit den Orten an denen wir leben, ebenso mit der Natur und den Naturgewalten in die wir eingebettet sind. Feuer, Wasser, Erde, Luft, Kosmos. Also auch mit allem, das höher ist als das Weltliche, was wir erspüren, aber nicht greifen und begrenzen können. Weil es größer ist als wir, unbegrenzt, allumfassend, zeitlos, die kosmische Liebe, die kosmische Spiritualität, also die allumfassende kosmische Energie, deren Teil wir sind.
Wir sind mitten in Tathagata Tantra. Wir weben, verbinden und sind Teil eines Gewebes, jeder ist ein Teil der allumfassenden Energie, ein Teil der kosmischen Liebe. Somit sind wir alle göttlich und verehrenswert.
Buddha hat sich selbst u.a. den Namen Tathagata gegeben, was bedeutet: jemand, der seinen Weg gefunden hat und ihn bis zum Ende gegangen ist. Dies setzt voraus, dass vor der Erleuchtung das Gehen eines Weges steht. Um einen Weg gehen zu können, muss man sich nicht nur dieser Aufgabe bewusst sein, man muss schließlich aufstehen und diesen Weg suchen und ihn finden. Haben wir ihn gefunden, müssen wir ihn gehen, Schritt um Schritt, bis zum Ende. Das heißt aber auch, dass wir uns orientieren müssen, während wir gehen. Orientieren, ob wir noch unterwegs sind und den richtigen Weg gehen.
Da Tantra sagt, jede Seele ist einzigartig ist, somit ist sie auch individuell. Das heißt, dass jeder Weg einzigartig ist, denn es ist der Weg dieser individuellen Seele. Das macht das ganze Suchen, Finden und schließlich Gehen komplizierter. Natürlich müssen wir unseren Weg durch unsere Erkenntnis bis zur Erleuchtung selbst gehen. Wir müssen unseren Weg selbst gehen, da ein anderer unseren Weg nicht gehen kann, jeder hat seinen eigenen Weg. Es gibt aber ein kleines „Bonbon“ am Wegesrand der individuellen Einsamkeit. Wir müssen ihn nicht alleine gehen und schon kann es eine Leichtigkeit gewinnen. Wir können uns andere Menschen an unsere Seite holen, die uns ein Stück weit begleiten, uns helfen, lehren oder auch einfach nur lieben und mit uns sind. Wir können auch hier in unserem irdischen Leben selbst ein Netz weben mit Menschen, die uns Halt geben und uns ein vielleicht sogar wichtiger Teil in unserem Leben sind, damit wir überhaupt den Weg bis zu seinem Ende gehen können. Manche Lebenswege gehen über Stock und Stein und können sehr beschwerlich sein. Gemeinsam weinen kann erleichtern. Sich die Tränen gegenseitig zu trocknen, kann Hoffnung geben und beim Aufstehen und Weitergehen unterstützen.
Diese Zusammenhänge ergeben eine unendliche individuelle Vielfalt auf dem Weg des Erwachens. Deshalb kann es auch nicht die eine seligmachende tantrische Lehre geben. Es gibt Vieles, was einem Menschen helfen kann. Wie sich orientieren? Ich glaube, ein guter Maßstab der Dienlichkeit einer Lehre ist die Abwesenheit von Begrenzung, Stigmatismus, Gewalt und Fundamentalismus. Also die Abwesenheit von der Freiheit, Vielfalt und Liebe erstickenden Energie. Die Anwesenheit von Liberalität, Offenheit, Respekt, Verehrung, Anerkennung und Liebe. So soll Tathagata Tantra ein Gerüst sein, eine Stütze und Orientierung.
Die tägliche Übung
Im Tantra erlernen und reflektieren wir Mantras, Yantras, und Vorstellungsbilder, wir üben Yoga und zahlreiche Körperbeherrschungen, um schließlich unseren Geist und Körper zu kräftigen, schärfen und fokussieren zu können, also zielgerichtet sein zu können. Jeder hat eigene Dinge, die ihm dabei in unterstützender Weise helfen können. Mir ist ein täglicher Begleiter das Tantrische Gelöbnis, es hilft mir, mich zu orientieren, auszurichten und zu fokussieren.
„Zahllos sind die lebenden Wesen, ich gelobe sie alle zu befreien.“
Ich gelobe, das heißt, ich nehme es ernst und erhebe es zur Priorität. Ich will es nicht nur tun, vielleicht, nein, ich tue es, mit allem was ich kann, bin und mich ausmacht.
Wir leben hier auf der Erde mit verschiedenen Wesen, d.h. Lebensarten zusammen. Ich habe anzuerkennen, dass z.B. auch in Tiere ein Wesen gelegt ist. Tantra sagt, dass es reifere und unreifere Seelen auf ihrem Weg sind, die Menschen und die anderen Lebewesen. Bis hin zu den Avataren unter uns, welche die Erleuchtung erreicht haben und aus freiem Willen zu uns zurückgekommen sind, um uns zu lehren. Ein tiefer Respekt, eine Verehrung macht sich in mir breit, dass alles ein Teil der lebenden Wesen um mich herum ist. Wie schön ist es, ein Teil all dessen zu sein! Es setzt meinen Reifungsprozess voraus, sie in ihrer Reife unterscheiden zu können, damit ich ihnen in angemessener Weise, d.h. auf ihrer Ebene begegnen kann.
Ich werde aufgefordert, alle zu befreien. So liegt es nicht an mir zu unterscheiden, wer mir recht ist und wer angenehm. Jeder Mensch, der zu mir kommt, soll und darf da sein. Ich kann ihm ein Aspekt seiner Befreiung sein. Darin liegt viel Verantwortung, denn ich habe den Menschen nicht nur anzunehmen, ich muss selbst reif sein, um ihn bei seiner Befreiung zu unterstützen.
Das heißt, ich habe selbst die drei Himmlischen Verweilungen, Trikaya, zu entfalten. Wobei im Tantra noch eine vierte hinzukommt. Ich muss mir der Augen des Buddhas in mir bewusst sein und lernen, die Menschen und die Welt damit zu sehen. Ich habe mich den Täuschungen zu stellen und meine Dämonen zu zähmen, Wut, Hass, Eifersucht und Neid zu überwinden. Ich sollte mir meinen Illusionen bewusst sein und meinen Blick abkehren von der äußeren Welt, mich in der Soheit üben und lernen, mich in ihr zu bewegen. Um einen anderen befreien zu wollen, habe ich selbst den Weg der Erkenntnis zu gehen. So kann ich anfangen, allen Menschen in Erkenntnis, Mitgefühl und Verehrung zu begegnen und ihnen ein hilfreiches Gegenüber zu ihrer Befreiung sein.
Tantra verlangt viel Verbindlichkeit von mir und den Menschen gegenüber, die mir begegnen. Es verlangt meine Bewusstheit und Klarheit, die zu erreichen selbst viel eigenen Mut, Einsatz, Überwindung, Schmerz, Glückseligkeit und Staunen von der mich umgebenden Göttlichkeit brauchte.
In diesem Satz gelobe ich zu befreien, also zu tun, aktiv zu sein. Das heißt hinzusehen, hinzugehen und etwas zu tun. Tantra ist sehr tiefgehend und auch spirituell. Verlangt tiefer und tiefer zu blicken, aber es verlangt von mir auch mit beiden Füßen ganz auf dem Boden zu stehen, ganz im Hier und Jetzt. Tantra hebt die Gesetze der Dualität auf. Über allem aber steht das Gebot zum Mitgefühl, uns selbst und allem Leben gegenüber. Die Überwindung der Illusion (der buddhistischen Leere entsprechend): Man gehe völlig auf und habe keinerlei Existenz jenseits der Leerheit. Form ist Leerheit – Leerheit ist Form.
„Unerschöpflich sind die Leiden schaffenden Täuschungen, ich gelobe sie alle zu überwinden.“
„Gib nicht auf“ sagt mir dieser Satz tröstlich. Ich darf ganz Mensch sein. Da wir noch nicht erleuchtet sind und unsere Realität selbst erschaffen, gestalten wir uns beständig auch falsche Dinge. Welche uns schließlich, weil sie eine Täuschung sind, leiden lassen.
Wir folgen Konditionierungen, Erziehungen, denen wir unterworfen waren, verfolgen Lehren, befolgen gesellschaftliche und kulturelle Moral und Ethik. Wir erschaffen uns falsche Rückschlüsse daraus, und auf der Grundlage von Ursache und Wirkung leiden wir an dem von uns Erschaffenen.
Tantra möchte, dass wir all dies überwinden, was falsch ist und uns leiden lässt. Es möchte, dass wir uns klären, uns aus den Anhaftungen lösen, um frei zu sein. Das Problem dabei ist die Bewusstheit, denn wenn wir Mit-Verantwortung allen Lebewesen gegenüber haben, dann können wir nicht rücksichtslos sein. Es scheint ein Widerspruch zu sein, die Täuschungen und Anhaftungen zu überwinden und verantwortlich zu sein. Es ist aber kein Widerspruch, denn eine weitere der einzusehenden Illusionen ist: Die Illusion, man habe eine unabhängige Selbstexistenz, sei getrennt und unabhängig. Es heißt, dass wir selbst geklärt sind, Stellung beziehen, vor uns und vor anderen. Deshalb ist ein Tantriker auch ein politischer Mensch. Er ist ganz in dieser Welt und hat zu unterscheiden gelernt. Dadurch kann er Stellung beziehen, hat ganz klar eine Meinung. Doch hat er auch die Größe zu wachsen, und seine Meinungen unterliegen der eigenen Entwicklung. Er hat die Freiheit, Neues zu erkennen und seine Meinungen zu verändern, denn er ist nicht gesetzlich.
Sein eigener Weg, seine Klärung, Hinterfragung, das Erblicken seiner eigenen Abgründe, Täuschungen und Anhaftungen haben ihn geklärt und hoffentlich weich, mitfühlend und verständnisvoll gemacht. An sich selbst –und dann auch in der Welt– alles anzusehen, und ohne zu bewerten, Leidenschaffendes loszulassen, obliegt einer notwendigen Direktheit, Tabulosigkeit und Hinterfragung von Moralvorstellungen. Dann sind wir z.B. politisch, weil wir die Gesellschaft voller Mitgefühl und Verständnis achten. Dann sind wir gegen Gewalt, Misshandlung und Missbrauch, weil wir das Göttliche in jedem Menschen sehen können. Wir können ihn verehren, weil er weder schlechter noch besser als wir selbst ist, denn wir bewerten nicht mehr.
Uns selbst zu erkennen, ist wie das Öffnen der Tür zum Erwachen.
„Unermesslich sind die Lehren des Lebens, ich gelobe sie alle zu durchdringen.“
Hier begegnen wir gleich der Illusion, wir könnten das wahre Wesen erfassen. Tantra ist keine Religion, es ist eine Lebensphilosophie, an der wir uns ausrichten können, sofern sie uns dienlich ist. Auch wenn sie meine Messlatte ist, so weiß ich, dass mein ganzes jetziges Leben nicht ausreichen wird, alleine die tantrischen Lehren zu durchdringen. Ganz zu schweigen davon, sie auch nur ansatzweise erschöpfend umzusetzen. Ich kann mich an Aspekten davon üben.
Es geht um die Lehren des Lebens. Es wird nicht festgelegt, welche Lehre und was davon dir auf deinem Weg hilfreich sein kann. So kann ich aus allen Lehren Einsichten und Erkenntnisse erlangen. Ich habe daher die Freiheit, als Tantrikerin jeden Menschen jeden Glaubens anzunehmen. Ich habe offen zu sein, nicht nur für alle Lebewesen, ich habe auch anzuerkennen, dass viele Lehren Richtiges enthalten können. Ich habe die Aufgabe, ihnen offen zu begegnen, zu versuchen sie zu begreifen, geistig, emotional, spirituell, denn ich soll sie nicht nur lesen oder auswendig lernen. Ich soll sie durchdringen, also erkennen, was sie wirklich ausmacht. Da ich Gestalter meiner Realität bin, kann ich in Freiheit und Toleranz das anerkennen, was an Weisheit in ihnen steckt. Dieser Satz fordert mich zur Offenheit auf und setzt in mir eine Hoffnung frei. Aus der Unermesslichkeit der Lehren des Lebens werden die mir begegnen, die mich auf dem Weg des Erwachens weiter bringen.
„Endlos ist der Weg des Erwachens, ich gelobe ihn ganz zu gehen.“
Wir gehen durch unsere Leben, um zu lernen und zu erkennen – bis zur Erleuchtung. Es hängt von uns selbst ab, wie viele Leben dazu nötig sind. „Endlos“ verlangt mein Einlassen ohne Begrenzung, ohne Wenn und Aber. Es ist eine Herausforderung an uns, nicht aufzugeben. Es fordert von uns eine grundsätzliche Entscheidung, egal wie lange dieser Weg sein wird und wie oft wir daran scheitern, ihn bis zum Ende zu gehen. Wir gestalten unsere Realität, also auch das, an dem wir scheitern. Wir sind für alles selbst verantwortlich. Wenn wir scheitern, haben wir das nächste Leben, wo wir wieder an das herangeführt werden, woran wir zuvor scheiterten. Es gibt kein Ausweichen, kein Drumherum, kein Schummeln, Wegsehen oder Verstecken. Es wird uns wieder begegnen.
So liegt darin eine Entlastung, uns entscheiden zu dürfen, den Weg, egal wie lange er auch sein wird, bis zum Ende zu gehen. Wir dürfen ihn auch bis zum Ende gehen, denn wir bekommen anscheinend die Zeit und Gelegenheit dazu. Also dürfen grundsätzlich wir alle einst die Erleuchtung erleben? Das empfinde ich als sehr tröstlich.
Dient all dies Lernen, Klären, Erkennen, Durchdringen, Überwinden und Gehen letztendlich nur dem Loslassen? Damit wir über die Himmlischen Verweilungen eingehen können in die Soheit, in die reine Bewusstheit, in die Leere, die keine Leere ist? Müssen wir erwachen und alles loslassen, uns in die reine Bewusstheit einlassen, um einmal erleuchtet zu sein?
Die Erfüllung der Vereinigung
Das Gefährt eines roten Tanrikers zur Erleuchtung ist die sexuelle Energie, derer er sich bewusst und absichtlich bedient, um seinem Ziel näher zu kommen. Tathagata Tantra muss dem roten oder auch linkshändigen Tantra zugeordnet werden. Wir benutzen absichtlich die stärkste menschliche Energie. Die Sexualität ist im roten oder auch linkshändigen Tantra der zentrale Aspekt und das „Fahrzeug“ zur Erleuchtung. Es geht dabei nicht um physische Stellungen, es geht um Geisteszustände. In der Tat ist sie die Energie, welche neues Leben entstehen lassen kann, in das wiederum eine göttliche Seele einzieht, um seinen Weg durch das Leben zu gehen. Im Göttlichen der Frau oder des Mannes können wir Shakti oder Shiva erkennen. Dem Tantriker ist somit Sex etwas Heiliges und kommt einem Gottesdienst gleich.
Die Shakti, der weibliche göttliche Aspekt, ist das höchste Prinzip der tantrischen Verehrung. Sie ist die Urkraft des Universums, ewig währender und zauberkräftiger Urgrund allen Daseins. Sie ist die Weltenenergie, ist gütig und wohltuend, bösartig und zerstörerisch. Shiva, der männliche göttliche Aspekt, verkörpert Zerstörung und Erhaltung, aber auch die Schöpfung und den Neubeginn. Beide zusammen in ihrer Göttlichkeit, als Shakti und Shiva, vereint in Geist und Materie, das Ego mindernd, erleben sie die letzte Wirklichkeit und erfahren Glückseligkeit im feinstofflichen Körper. Es meint die Vereinigung von all unseren Aspekten, von unseren Energien, vom Ausgleich im Yin und Yang.
Tantra nutzt die sexuellen Energielevel von Shiva und Shakti, dem Diamanten, der im Lotus steht, von Maithuna im Yab-Yum, zur vollkommenen Vereinigung der feinstofflichen Körper. Alle sind im Maithuna, der Vereinigung, kosmisch miteinander verbunden und bilden das energetische kosmische Welten-Netz. Daher heißt Tantra auch „weben“.
Dabei ist das Kamasutra, wegen dessen Darstellungen Tantra bekannt wurde, für einen Tantriker lediglich eine Hilfestellung für rituelle Vereinigungen. Die Vereinigungsstellungen haben einen ganz bestimmten Sinn: jede Stellung „zapft“ die sexuelle Energie an oder berührt sie an einem anderen Punkt. Dies wahrnehmen zu können, übt ein Tantriker, damit er je nach seinen Notwendigkeiten die für ihn gerade richtige Stellung nutzt. Dann kann er sich bewusst und absichtlich mit der für ihn jetzt richtigen Energie versorgen. Es sollten im Tantra vor allem Stellungen genommen werden, in denen sich die Körper möglichst frei bewegen können, damit die Energie in ihnen ungehemmter fließen kann. Denn die sexuelle Energie darf mich erfassen und ich darf mich ihr hingeben.
Es gibt sehr viele tantrische Richtungen und die meisten entstanden ca. 700-1600 n.Chr. Es gibt jedoch noch sehr viel ältere Schriften. Ich möchte hier das Chandamaharosama Tantra (ca. 700) erwähnen, das Tantra des Grausiggroßschrecklichen. Es hat einen sehr sexuellen Charakter und seine Regeln und Rituale sind sehr drastisch. Jedoch ist es auch sehr Frauen verehrend. Auch im Yoni Tantra (ca. 1650) ist das Maithuna, also der bewusste Geschlechtsverkehr, unabdingbarer Aspekt des Tantra. Niemals darf sich ein Praktizierender abfällig über eine Yoni äußern. Er muss alle Frauen gut behandeln und darf niemals aggressiv zu ihnen sein, denn jede Frau wird zu einer Inkarnation der Shakti. Seine Haltung gegenüber der Frau spiegelt seine Haltung zum Leben wieder. Kann er die Shakti ehren und respektieren, so wird er es mit sich selbst können. Die Shakti ist mit allen Aspekten des Lebens ausgestattet, sie ist eine Göttin und bleibt unbehelligt, geachtet und frei. So möchte der Praktizierende oder auch Schüler sich darin üben, diese Ur-Shakti-Kräfte in sein Leben zu transformieren. Die Tantras lehren das sexuelle Asana als Methode zur Erweckung der Kundalini Energie, denn „man steigt durch das auf, wodurch man fällt“, heißt es im Tantra. Sexuelle Neigungen und Handlungen werden so zu einem Pfad der Meditation und Befreiung. Gehen die Tantriker in der Vereinigung ganz und gar auf und erwacht die Kundalini, dann muss der Mann vergessen, dass er Mann ist und die Shakti dringt schließlich in ihn ein. Kennt er sein Karma und dessen Wirken, so kann er dann das akkumulierte gute Karma der Shakti in sich aufnehmen. Kennt er es nicht, so geht er Gefahr, sein gutes Karma an sie zu verlieren. Dieser karmische Austausch findet statt, wenn die Energien der Kundalini durch die Achsen der Chakren laufen.
Die Sexualität kann aus verschiedenem Nutzen heraus angewandt werden. Wir brauchen sie um Nachkommen zu zeugen, um Freude und Vergnügen zu haben oder als Mittel zur Bewusstseinserweiterung. Im roten Tantra liegt der Fokus auf der Bewusstseinserweiterung durch das Erwachen der Kundalini. Diese Erfahrung soll möglichst lange andauern und schließlich in alle anderen Lebensbereiche transformiert werden.
Der Tantriker bereitet sich für diesen Gottesdienst vor und erlernt verschiedene Praktiken, um sich zu zentrieren, sich zu fokussieren und sich vor allem zu kontrollieren. So hat der Tantriker sein eigenes Yantra, in welchem seine Fokussierungen, Ausrichtungen in Bildern enthalten sind. Sie helfen ihm, indem er sie sich in Vorstellungsbildern vor Augen ruft, denn nichts soll ihn während der Vereinigung ablenken. Er soll seine Gedanken zurückhalten und sich von äußeren Objekten lösen. Erlaubt sind: sich sein Yantra als Vorstellungsbild vor Augen zu führen, das Rezitieren von Mantren und das Verehren des eigenen Ishtadevata, des eigenen Ideals.
Der Tantriker lernt spezielle Mantren, um sich in ein konzentriertes energetisches Kraftfeld zu begeben, das ihn bei seiner Zielgerichtetheit unterstützen kann. Im Tantra-Yoga (Mula Bandha, Taoismus, Andro) lernt er Techniken, um seine Energien bewusst zu leiten. Die ausscheidenden Energien gehen normalerweise von oben nach unten. Im Erwecken der Kundalini dreht ein Tantriker sie um und leitet sie innerhalb des Körpers der Wirbelsäule empor. Im Tantra-Yoga werden daher ganz konkrete Techniken gelehrt, z.B. um den Atem zu kontrollieren, den Körper beweglich zu machen und zu kräftigen, den Beckenboden zu beherrschen, den Samenfluss zu kontrollieren, Herr über seine Erektion zu sein und diese ausweiten zu können, Herr über seine Säfte zu sein. All dies soll willentlich und bewusst gesteuert werden können.
Es wird in der tantrischen Praxis ein besonderer Augenmerk auf die Atmung gelenkt. Das hat seinen Sinn, denn in der Vereinigung können wir mit dem Atem energetische Flüsse unterstützen und behindern. Wir können mit falschem Atmen das Fließen der Energie jederzeit unterbrechen und sogar einen Orgasmus verhindern. Wir können den Atem aber auch öffnen und durch uns fließen lassen und damit das Aufsteigen der Kundalini erleichtern. Prana, der Lebensatem, hat geschichtlich eine umfassende Bedeutung. Prana, das ist im Hinduismus der Lebensatem. Er hilft der Unterscheidung zwischen den sichtbaren und unsichtbaren Bestandteilen des Menschen. Im Gegensatz zu den fünf sterblichen Bestandteilen (Haare, Haut, Fleisch, Knochen, Mark) werden häufig die fünf unsichtbaren Bestandteile des Menschen (Denken, Rede, Atem, Sehen, Hören) genannt und als unsterbliche Bestandteile bezeichnet. In dieser Vorstellung wird der Atem als zentrale Lebenskraft gedacht. Sie werden als fünf Lebenselemente, Pranas, bezeichnet. Die Atemübungen dienen der Zusammenführung von Körper und Geist durch die Atmung. Prana ist jedoch mehr als “nur” Atem oder Luft. Im Tantra und Yoga wird das Arbeiten mit Atem und Luft als Zugang zum Prana, d.h. der Lebensenergie und ihrer Manifestation im Körper begriffen. Den Vorstellungen zufolge zirkuliert Prana im Körper durch ein System von Kanälen (Nadi). In den Upanishaden steht die Atemlehre in engem Zusammenhang mit der Vorstellung vom Atman (Seele). Prana durchzieht jedes Leben, ist aber nicht der Atman oder das individuelle Selbst. In der Kaushitaki-Upanishad heißt es: Ich bin der Atem (prana). Als den aus Erkennen bestehenden Atman, als Leben, als Unsterblichkeit verehre mich. Der Atem ist Leben und das Leben ist Atem. Denn solange der Atem in diesem Körper weilt, solange weilt auch das Leben.
Ebenso benutzt der Tantriker absichtlich die 5 Elemente, die Makaras, die 5 “M”s: 1. matsya = Fisch, 2. mamsa = Fleisch, 3. madya = Wein/Drogen, 4. mudra = spezielle Yogahaltung/ Yantras/Mantren, 5. maithuna = Geschlechtsakt. Die Benutzung dieser ist ein Müssen und kein Können. Die Erklärung dafür ist: Die Nahrung und Zeugung sind die grundsätzlichen irdischen Äußerungsformen der Shakti und der Mensch im derzeitigen Kali-Yuga (Zeitalter des Streits und Niedergangs) ist daran gebunden. Die Haltung des Menschen, der sich in diesen Dingen von Instinkten und Trieben leiten lässt, soll geändert werden. Die Dinge sollen göttliche Symbole werden und das Stoffliche transzendieren helfen. Die Ziele sind: Leidenschaftslosgkeit, Weitung des Bewusstseins, Versöhnung der Gegensätze (Gott/Welt, Gut/Böse, hoch/nieder). Außerdem sind diese Makaras Symbole für die Elemente, welche die manifestierte Schöpfung aufbauen. Diese sollen wieder aufgelöst und zur Einheit mit dem reinen Geist (Shiva, Brahman) gebracht werden.
Die Sexualität ist das einzige Instrumentarium in unserem Leben, mit dem wir in die Tiefen unserer Seele vordringen, wir sie erfahren und nähren können. Hier kommen wir uns selbst und unserem ursprünglichen Sein nahe. So gehen wir in der Vereinigung die orgasmischen Stufen hoch, um die Kundalini zu wecken. Die orgasmischen Stufen sind: 1. Erweckung der Sinne, 2. Erregung der Lust, 3. Vereinigung, 4. Orgasmus, 5. Orgasmisches Plateau, 6. Ekstase, 7. Transpersonalität, 8. Kosmische Vereinigung.
Diese Stufen sind jeweils eigene Räume, die nacheinander zu erforschen und zu vereinnahmen sind. Das bewusste und absichtliche Nutzen, das freie Bewegen, das kreative Spielen, das individuelle Fühlen mit jeder einzelnen Stufe ermöglicht den Eintritt in die jeweils nächste Stufe, in der wiederum ansteht, sie für sich selbst zu vereinnahmen und zu nutzen. Dies ist ein sehr intensiver, praktischer und meditativer Weg zur inneren Reifung und Erkenntnis.
Dabei soll die Vereinigung mindestens eine Stunde dauern, denn Ziel ist das Erwachen der Kundalini und das Öffnen und Erweitern von Bewusstseinszuständen. Die Erregung geht somit über die genitale Ebene hinaus, sie erfasst den Körper, die Seele und schließlich das ganze Sein.
Das Ziel: Erwachen der Kundalini und ihre Transformation
Wie soll das alles zu schaffen sein? Tantra gibt uns eine ganze Reihe von Hilfen an die Seite, um diese Reifung, Klarheit und Erkenntnis zu erlangen. Auch eine ganz konkrete, um uns schließlich von allen Anhaftungen lösen zu können und in die kosmische Energie aufsteigen zu können und uns mit ihr zu verbinden.
Einerseits ist eine der Illusionen, welcher wir uns bewusst sein sollen, dass wir eine unabhängige Selbstexistenz hätten, dass wir getrennt und unabhängig sein könnten. Andererseits sollen wir uns von allen Anhaftungen lösen. Ein Widerspruch? Nein! Hier entspringt der große Irrtum manchen tantrischen Predigers, wenn er dies mit Unverbindlichkeit, Unabhängigkeit und Beziehungslosigkeit gleichsetzt. Meist steckt dahinter eine Beziehungsunfähigkeit und Beziehungsangst, welche eine ganz andere Ursache hätte und therapeutisch relevant wäre. Wann ist es denn, als grundsätzlich unfreier irdischer Mensch, nötig, eine Lösung von Anhaftungen herbeiführen zu können? Dies Können brauchen wir in den Kundalini-Zeiten, und in diesem begrenzten Umfang ist es möglich, frei zu werden. Im ganzen irdischen Leben ist dies nicht möglich, wie wir verstanden haben. So erliegen wir nicht der Illusion, zerstören und verletzen nicht die Seelen und Herzen der Menschen, welche uns lieben und das Leben mit uns teilen wollen.
In den Kundalini-Zeiten brauchen wir die Fähigkeit los zu lassen, hier müssen wir es können, um überhaupt die Verbindung mit der Kundalini herzustellen, um uns mit der kosmischen Energie und Liebe zu verbinden. Tantra ist sehr praktisch orientiert und dieser Rat des Lösens von Anhaftungen für diese Zeiten ist sehr weise, sonst käme man nicht ans Ziel.
Glaube mir, das Loslassenkönnen in den Kundalini-Zeiten ist genügend innere und äußere Übung und Wachstumsarbeit, wie ich weiter oben schon beschrieben habe. Da ist das innere Klären, Verstehen, Erkennen und Verbinden. Aber auch die Übungen, welche uns helfen können, wie Yoga, Meditation, Körperübungen. Mit Mantren und Vorstellungsbildern verbinden wir uns energetisch, zentrieren und fokussieren uns. Es gibt zudem auch äußere Dinge, auf die wir achten sollten, damit die Kundalini in uns erwachen kann.
Da wäre die Absichtlichkeit und Zielgerichtetheit. Plane die Zeit, in der du mit deinem/deiner Shiva /Shakti der Kundalini begegnen möchtest. Zufällig oder unvorbereitet kann ein abendlicher Wohlfühlsex sein, ein One-Night-Stand oder ein Quickie. Die Tiefe der Kundalini braucht eine eigene Zeit, die geplant und vorbereitet sein sollte. Sei gepflegt und sauber, innerlich wie äußerlich, schmücke dich, singe Mantren oder Lieder, die dich im Herzen berühren, d.h. stimme dich auf diese Zeit ein. Sorge in dem Raum oder an dem Ort für Harmonie, Duft, sanftes Kerzenlicht, ein Getränk und vielleicht ein bisschen Obst. Nichts soll dich später ablenken müssen. Wähle eine Zeit, in der am nächsten Morgen nicht der Wecker klingelt und die Arbeit ruft. Richte dir eine wirklich unbegrenzte Zeit ein. Sie ist ohnehin endlich, aber das Ende sollte von selbst kommen dürfen. So wähle auch einen Ort, an dem ihr auch einmal laut werden könntet und ihr auf jeden Fall nicht gestört werdet. Sind Kinder da, so geht entweder ihr oder die Kinder an einen anderen Ort. Ohren von Eltern sind automatisch auf ihre Kinder gerichtet.
Vielleicht merkst du schon bei den wenigen Aufzählungen, dass alleine in der Vorbereitung des Äußeren ein Lösen von Anhaftungen (der Alltag) zu finden ist. Doch die eigentliche Arbeit ist es, sich die Fähigkeit anzutrainieren, während dieser Begegnungen alles draußen lassen zu können. Alles, aber auch wirklich alles und uns selbst los zu lassen, um jetzt gänzlich frei zu sein für die Begegnung mit der Kundalini. Denn sie kann kein Gefäß füllen, das schon voll ist. Leere dein Gefäß, leere dich selbst und lass dich von dem füllen, was das Eigentliche ist, die kosmische Liebe.
Um das Ziel als Tantriker zu erreichen, tue dies: Lasse alles los…
Das ganze Lernen, Erfahren und Klären eines Tantrikers, das gesamte Einüben von Praktiken, das bewusste Zelebrieren der Sexualität, alles hat nur ein Ziel: Alles loslassen zu können, dich der Leere, die keine Leere ist, zu überlassen und dich hinein zu geben in die Erfahrung der Kundalini. Dich mit ihr zu verbinden, um dich so mit der kosmischen Energie, mit der kosmischen Liebe zu verbinden, sie zu erfahren, aus ihr zu lernen und diese dann in dein Leben zu transformieren.
Die Transformation der Kundalini wird dein Leben verändern. Die Erfahrung ist begleitet von einem großen Glücksgefühl. Eines der wichtigen Merkmale der Kundalini-Erfahrung ist ein erweitertes Seins-Gefühl, tiefes Wissen und eine starke Wonne und Liebe, die von dem Betreffenden ausgeht. Ihr Erwachen ist unverkennbar und hat eine wesentliche Veränderung des ganzen Menschen zur Folge.
Er blickt anders in und auf die Welt, die Menschheit, die Lebewesen, die Erde. Er erkennt Zusammenhänge, Ursachen und ihre Auswirkungen.
Sein Äußeres verändert sich, auch sein Körpergefühl und Empfindsamkeit. Der Körper wird präsenter, bewusster und Teil des Liebes-Gefühls. Wenn er sich selbst körperlich berührt oder von anderen berührt wird, dann ist es ein Ganzkörpergefühl. Eine Fragmentierung findet nicht mehr statt.
Für andere auffällig ist die andere Ausstrahlung. Sie wird berührend, erkennend, treffend und vermittelt Wissen, Absichtlichkeit und Klarheit. Der andere wird nun umfassend gesehen und erkannt. Das Gegenüber kann zwischen den Zeilen gelesen werden und das Innere kann erspürt werden. Damit wird er umgehen lernen müssen, damit er dem Nicht-Sehenden liebevoll und achtsam begegnen kann und ihn nicht mit seiner Direktheit verletzt und verschreckt.
In ihm erwacht eine neue Intelligenz und er wird von dem Wunsch getrieben, sein Potential in diesem Leben zu verwirklichen. Mit dem erfahrenen Wissen kann er sein Leben nicht mehr dahin driften lassen, muss es erfüllen. Eine starke Kraft treibt ihn voran, ein schier unerschöpfliches Potential. Er wird keine „faulen“ Kompromisse mehr eingehen wollen und Klarheit soll sich in seinem Leben spiegeln. Er kann eine falsche Rede nicht mehr ertragen und das, was ein Mensch predigt, wird von ihm an dem gemessen, was dieser in seinem tatsächliche Leben umsetzt.
Ziel des Tantrischen Weges ist die Aktivierung der Kundalini, die Erweckung, Erhöhung und Bewusstseinserweiterung, schließlich die Transformation all dessen. Dazu benötigt es die feinstoffliche Vereinigung von Shiva und Shakti, also des männlichen und weiblichen göttlichen Prinzips. Wobei der Mann sich mit der Frau vereinigen muss, um sich an die vertikale Energie, Prana, anzuschließen und die Chakren mit aufsteigen zu können.
Wir haben nicht nur einen physischen Körper, wir haben auch feinstoffliche Körper. Die ihnen zugrunde liegende Prana-Energie hat verschiedene Formen und steuert die physischen, geistigen und emotionalen Zustände. Ihre Energieknoten, die Chakras, gehen vom Beckenboden bis hin zum Scheitel. Ein Tantriker möchte an ihnen emporsteigen, denn dies bedeutet für ihn eine tiefe und entscheidende Transformation, weg von der dualen Bewusstheit.
Dass im Fokus tantrischer Verehrung die Shaki liegt, hat einen triftigen Grund. Der Mann erliegt zu leicht der horizontalen Energie und hat seine Aufmerksamkeit eher auf den genitalen Sensationen. Der Frau ist das vertikale Prana bewusster und leichter zugänglich, doch hat sie oft Angst, diese Energie zu wecken und ihr zu begegnen. Die Shakti-Energie ist das Wirken der Ur-Energie in unserem Körper. Erwacht die Shakti, so entsteht ein Universum – schläft die Shakti, so verschwindet das Universum. Sie ist Allkraft und eine Art Intelligenz und Gnade.
Die dabei frei werdende Kundalini heißt übersetzt „die Zusammengerollte“ und wird als Cobra dargestellt. Bei den meisten Menschen ist sie nicht bewusst und schläft zusammengerollt im Becken. Ist man sich der im Becken ruhenden Kundalini bewusst und möchte sie in Vereinigung wecken, so gibt es 3 konkrete Hindernisse beim Aufstieg dieser Energie. Sie verlangen von der Shakti eine Bewusstheit. Oberhalb des unteren Chakra ist eine Barriere zwischen der körperlich-physischen Welt und der Astralwelt. Ist sie überwunden, kann nicht mehr nur die physische Welt wahrgenommen werden, vielmehr auch die subtile Welt mit ihren feinen Formen, Zusammenhängen und Energien. Oberhalb des Herz-Chakras ist eine Barriere zwischen kausaler und astraler Welt. Hier wird das ICH-Gefühl zugunsten einer Einheitswahrnehmung zurückgestellt. Oberhalb des Dritten Auges ist die Barriere zur endgültig nondualen Welt mit Erlebnissen von Liebe, Verbundenheit, Visionen und Göttlichkeit. Die Kundalini entzieht die Bewusstheit der Dualität zugunsten einer Vereinheitlichung und Verklärung. Einzelne Einheiten und verschiedne Ebenen der Bewusstheit werden wie ein Mosaik zu einem Ganzen zusammengefügt. Die Chakren öffnen ihre Ebenen nacheinander, wie Stufen, die auch hinunter und wieder hinauf gesprungen werden können. Bis die Kundalini von der Wurzel bis zur Krone frei fließt und alles zu einer Einheit wird. Nichts wird dabei ausgeblendet, auch nicht das Atmen, der Herzschlag, Körpersensationen, Äußerungen und die stattfindende Sexualität. Alles fließt und wird geläutert, wird zu reinem Bewusstsein.
Die Kundalini sollte nach guter Vorbereitung, bewusst, absichtlich und vorsichtig geweckt und gelebt werden. Ich empfehle jeder Frau, möglichst mit einem tantrisch wissenden Mann in diese Welt vorzudringen und sie zu leben. Denn sie braucht in diesen Welten einen wissenden Begleiter an ihrer Seite. Damit er sich ihrer Energie anschließen und mit ihr emporsteigen kann, aber auch weiß, wann die Shakti, mit der er sich vereinigt, seine Bewusstheit und Gegenwart als Halt und Schutz braucht. Auch später, um wieder absichtlich in die Alltagswelt zurück zu kehren. In diese Welt muss bewusst hinein gegangen und absichtlich zurück gekehrt werden. Ihre Stufen wollen erlernt sein, erfahren und bewusst gehandhabt werden. Dies sollte unzählige Male eingeübt sein, Step by Step. Ebenso wie das bewusste Hineintreten, um die Stufen der Energie zu erklimmen und das Wieder-Austreten aus dieser Welt in die Alltagswelt, alles ist bewusst und bestimmt zu vollziehen. Ansonsten könnte es ungut und in einem Desaster enden. Unbedarft und unaufmerksam mit ihr zu spielen, kann ernsthafte psychische Folgen haben.
Ich hatte ein großes Glück, einen geliebten Guru und Begleiter gehabt zu haben. So konnte ich jede Stufe ausführlich erkunden und mich in ihr sicher und bewusst bewegen lernen. Ich verneige mich vor meinem Meister und seiner Weisheit in diesen Kundalini-Zeiten.
…und nun lasse alles los…
Ein Erfahrungsbericht von mir: Ich spüre in mir den Willen zur Vereinigung. So spiele ich mit Lustbildern und erwecke meine Sinne. Ich sehe dem wippenden Po meines Geliebten nach, den Bewegungen seines Körpers, erkunde sein Gesicht, streichle seinen Körper, umfasse ihn. Ich rieche an ihm, küsse ihn und vergrabe mich in seiner Haut. Blumen werden auf meinem Bauch abgelegt, sanfte Musik umspielt meine Ohren, Düfte bezaubern meine Nase und zartes Kerzenlicht spiegelt sich auf meiner Haut.
Ich beginne mich selbst zu erregen. Schaue mir im Spiegel zu, wie ich mich bewege und wie meine Locken das Gesicht umspielen. Sehe wie Feuer in meine Augen einzieht, wie ich mich streichle und schließlich auch gestreichelt, geküsst, massiert und liebkost werde. Ich verfolge die Küsse und Hände auf meiner Haut, bis in mir der Wunsch der Vereinigung wach wird. Ich wende mich ihm zu und verehre seinen Lingam, bis die Süße seines Stabes mein Begehren weckt. Ich sage innerlich und äußerlich „Ja“, fordere ihn auf, hinein zu kommen in meine Yoni und sich mit mir zu verbinden. Damit ich mich spüren kann, mich in diesem Wohlgefühl tummle. Mich dem Fühlen übergebe, meinem Fühlen, seinem Fühlen, und die Welt um uns herum mit ihren Plagen eine Pause machen kann.
Ich spüre die zusammengerollte Schlange, die ruhende Kundalini, in meinem Becken. Aufmerksam beobachte ich sie, um ihr Erwachen nicht zu verpassen, bin mir ihrer sehr bewusst. Die Erweckung der Sinne, die Erregung der Lust und die Vereinigung sind wie das absichtliche Betreten eines Raumes. Wie das Blasen der Muschel, die einem Tantriker bedeutet, dass nun das Ritual beginnt, dass nun die Frau zur Shakti und der Mann zum Shiva werden, beide sich einem Gottesdienst ihrer eigenen und gegenseitigen Göttlichkeit ergeben wollen. Alles Gegenwärtige scheint sich in den Raum der Schlange zu begeben, sich um sie herum zentrierend.
Wir lassen uns ein auf den Tanz der Lust, zelebrieren ihn aktiv, tanzend, wippend und feurig stoßend. In diesem lustvollen Tanz öffnet sich die Yoni schließlich im Orgasmus und breitet sich im ganzen Körper aus wie eine Welle des Wohlgefühls. Wie der Beginn einer Messe scheint das Eigentliche an diesem orgasmischen Punkt erst wirklich anzufangen. Denn die zusammengerollte Schlange in meinem Becken fühlt sich angesprochen und öffnet ihre Augen. Sie erblickt mich und ihre Augen fragen nach meiner Absichtlichkeit, Bewusstheit und Zielgerichtetheit. Ich heiße sie aus freiem Willen willkommen. Ihr ganzheitliches, d.h. voll umfassendes und vollständiges Ansehen berührt mich tief. Ein Lächeln entweicht mir, ihr ganz zugewandt, in den Armen und dem Schoß meines Begleiters.
Es ist in mir die Entscheidung, eine Treppe nun hinauf zu schreiten, verehrt, göttlich und unbeschwert. Ich darf mich bei jedem Anstieg neu entscheiden weiter gehen zu wollen. So gehe ich weiter ins Orgasmische Plateau, begleitet vom vollständig angeschwollenen violetten Lingam meines Liebsten, sein Pulsieren und seine Gegenwart in mir spürend. Ich tummle mich ausführlich darin und eine Welle nach der anderen durchströmt wärmend und bergend meinen ganzen Körper. Nun beginnt sich die Schlangen-Energie in meinem Schoß zu bewegen. Sie rollt sich auf, entfaltet sich. Ich gehe weiter in die Ekstase und schließlich richtet sie sich auf, prächtig leuchtend, königlich. Ich weiß nicht, in welcher Welt mein Begleiter ist, er ist in seiner Welt. Angeschlossen an meine Energie geht er in seinen eigenen Welten und Energien auf. Ich spüre seine energetische Gegenwart und ein „Alles-Ist-Gut-So, Alles-Darf-Sein“. Mir ganz nah, verbindend, haltend und doch ganz bei sich. Die Dualität beginnt sich aufzulösen.
Ich gehe weiter durch die Ekstase und die Schlange richtet sich auf. Sie verliert ihre Konturen und beginnt sich wie eine lang gestreckte Spirale zu drehen, erst ganz langsam und dann im Tempo meiner jeweiligen Bewusstheit. Wenn ich sie frei lasse, dann wird sie meine Chakren nacheinander aufsteigen, von der Yoni aufwärts, wie in einem inneren Kanal bis zum Dritten Auge und darüber hinaus bis zur Vereinigung mit dem Kosmos. Wie Stufen, eine nach der anderen, meiner immer neuen inneren Entscheidung und Zustimmung folgend.
Spätestens ab hier braucht es einen wissenden Begleiter, denn die Außenwelt und die Innenwelt vereinen sich zu einem Seinszustand. Unterscheidung wird unwichtig, der Geist vollständig klar, aber auf andere wichtigere Dinge fokussiert. Zweifel und Ängste weichen einem wundervollen mir selbst Gegenwärtigsein. Die Wahrnehmung und Bewusstheit ist sehr wach und klar und dennoch auf einer viel weiteren Wahrnehmungsstufe. Sie ist vollkommener, als würde ich im Alltag nur einzelne Mosaiksteine erkennen können, und jetzt setzt sich das komplette Bild zusammen. Mein Herz öffnet sich, mein Atem fließt frei durch meinen Körper. Ein umfassendes Gefühl zu lieben und geliebt zu werden umhüllt und erfasst mich.
Ich bin bereit, die nächste Stufe zu erklimmen. Die leuchtende Spirale steigt mit mir empor und wird immer kraftvoller, beeindruckender, energetischer, scheinender, je höher sie steigt. Von ihr geht nichts Bedrohendes aus, ich bin sie, sie ist mein Ich. Sie steigt vom Becken bis zum Dritten Auge, bewegt sich frei fließend hinauf und hinunter, und bringt mich in die Transpersonalität. Ich „sehe“, ich „erkenne“ nun, losgelöst von meinem irdischen Körper und seiner Begrenztheit, alles ungeschminkt, wahrhaftig, ungeteilt, vereinigt und verständlich. Ich begreife und erkenne Dinge, Zusammenhänge und Umstände. Dies erscheint leicht, unbeschwert, unbewertet und unbelastet.
Die Spirale ist inzwischen eine von der Yoni aus rotierende Lichtsäule geworden, in weiß-gelb-orangen Licht. Eine unvorstellbare Intensität und Helligkeit, eine unbeschreibbare Farbenwelt des Lichts. Es ist reine, mich nicht beängstigende und nicht blendende Energie, die Grenzen meiner Person lösen sich auf. Dualität gibt es nicht mehr, Leere, welche nicht leer ist, erfüllt den Raum. Der Lingam meines Begleiters ist wie ein Stabilisator in mir und ich spüre, wie er an meiner Energiesäule angedockt hat und ein Teil dieser unserer unbegrenzten Energie ist. Sie füllt alles aus, erfüllt alles. Es gibt keine Zeit, es gibt keinen Raum, es gibt keine Gesetze und Notwendigkeiten. Alles erscheint unnötig, denn es ist gerade alles vollkommen.
Schließlich öffnet sich die Schädeldecke von innen, gewaltlos, liebevoll, in aller Freiheit öffnet sie sich wie eine Yoni. Die Energiespirale dreht sich langsam durch den Schädel hinaus, und sich ständig erweiternd steigt sie dem Kosmos entgegen. Als wäre dies das Selbstverständlichste auf der Welt, als käme sie nach Hause. Nun brauche ich den Schutz des Shivas, da mein Sein sich nicht mehr in der mir bekannten Realität bewegt. Äußerlich und körperlich gut beschützt darf sich die Energie mit dem Kosmos verbinden. Ein wundervoller Blick mitten hinein in das Firmament. Ich fühle mich kraftvoll, stark, frei jeglicher Belastung und Geschichte. Mein Sein ist in der Energie und eine unbeschreibbare Weite macht mich frei. Ich scheine etwas anderes zu atmen als Sauerstoff, ich scheine auch kein Blut in meinem Körper zu brauchen, damit dieser genährt und versorgt ist. Ich lasse alles los und bin genährt und versorgt und vollkommen. Ich bin reine Energie und in völligem Frieden und Einheit mit dem Kosmos.
Ich spüre die freundliche Zugewandtheit der Energie, wie sie mich lächelnd in ihre Reihen aufnimmt. Ich bin geliebt, fühle eins zu sein mit dieser Energie, welche keinen Anfang und kein Ende zu haben scheint und die gesamte Erde umspannt. Ich erkenne und bin erkannt, und das fühlt sich an wie die vollkommene Liebe.
Irgendwann aber hört das Drehen auf, auch das Fließen im kosmischen Sein, die Farben erlöschen. Wie schade erst einmal, nichts scheint mich zurück zu ziehen in mein Alltagsleben und doch muss ich noch dort sein, um mich, meine Aufgaben und mein Leben zu erfüllen. So kehre ich sehr langsam, aber bewusst wieder in meinen Körper zurück, stöhne über die doch so unnötige Atmung, die scheinbar schwerfällige Bewegung des Körpers und die bewusste Anwesenheit.
Ich setze mich schließlich auf, lächle meinen Begleiter an und küsse ihn, trinke einen Tee, rauche eine Zigarette bzw. lasse sie verqualmen. Ich höre Musik und das Erlebte klingt nach. Ich lege meinen Kopf auf den Bauch meines Geliebten, es braucht keine Worte.
Die in dieser Zeit von mir gemachten Bilder zeigen eine ganz verklärte Ishta-Deva. Eine ganz weiche, friedliche und glückliche Frau, die mit allem Sein in Frieden ist.
Ishta-Deva, 2011

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